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Umsetzung des neuen Bildungsprogramms
für Sachsen - Anhalt
Bildung: elementar
Bildung von Anfang an
Seit Dezember 2004 halten alle Kindertagesstätten das neue Bildungsprogramm
für Kindertageseinrichtungen in der Hand.
Im Vorfeld hatten 4 Kindertagesstätten in Sachsen - Anhalt die Möglichkeit
das Programm mit zu erarbeiten und zu entwickeln.
Im Juni 2004 bildete sich eine Projektgruppe Bildung: elementar. Hier wurden
20 Multiplikatoren aus ganz Sachsen - Anhalt ausgewählt, um sich mit
Bildungsforschung zu beschäftigen. Dies ist ein Projekt der Martin - Luther
Universität Halle - Wittenberg in Kooperation mit dem Zentrum für
Sozialforschung Halle. Die Multiplikatorinnen werden geschult, das Programm
an alle Einrichtungen weiter zu vermitteln.
Was haben wir uns vorgenommen?
Eine der 20 ausgebildeten Multiplikatorinnen ist aus unserer
Kindertagesstätte.
Somit haben wir uns schon seit geraumer Zeit auf den Weg gemacht und mit der
Umsetzung begonnen.
Das Programm bezieht sich auf alle Altersgruppen und berücksichtigt den
Übergang zur Grundschule. Es soll vor allem das Verständnis von Bildung als
aktive, eigensinnige Aneignungstätigkeit von Kindern, die von Erwachsenen
begleitet wird, angeregt werden. Elementare Bildung hat die Ganzheitlichkeit
der Persönlichkeit zum Ziel.
Es werden für Kinder, durch Bereitstellung vielfältiger Materialien sowie
einer anregenden Umgebung viele Möglichkeiten zur Selbstbildung geboten. Die
Kinder sammeln selbstständig Erfahrungen aus vielen Bereichen unseres
Lebens. Sie haben die Möglichkeiten sich auszutesten, viele Dinge
auszuprobieren bzw. mit unterschiedlichen Materialien zu experimentieren.
Bildung ist ein lebenslanger Prozess der schon mit der Geburt beginnt. Die
kindliche Entdeckungsreise beginnt am ersten Tag des Lebens und hört nie
mehr auf.
Wir wollen, gemeinsam mit den Eltern die Kinder unterstützen, die Welt auf
ganz eigene Weise zu entdecken, sich ein eigenes Bild zu machen.
Rolle der Erzieherin
Wer Kinder fördern will, muss zunächst genau hinschauen. Unsere Kinder
lernen unendlich viel. Sie lernen leichter, wenn sie Erwachsenen begegnen,
die sich dafür interessieren, was Kinder bewegt. Deshalb ist das beobachten
der Kinder zu einem wichtigen Bestandteil der Arbeit geworden. Nur durch
aufmerksame Beobachtung können die Erzieherinnen herausfinden, wie sie jedes
Kind so fördern können, wie es ihren Bedürfnissen und Begabungen angemessen
ist.
Es werden mit den Kindern gemeinsame Projekte entwickelt, wo sie ihre
eigenen Ideen mit einbringen können. Zu diesen Projekten werden immer
wechselnde Materialien zur Selbstbildung zur Verfügung gestellt. Die Kinder
gestalten ihre Umgebung selbst mit, sie gestalten die Einrichtung mit ihren
Arbeiten aus, mit Dingen die sie interessieren, was sie begeistert.
Unsere Schulanfänger haben die Möglichkeit ihre Lehrer frühzeitig kennen
zu lernen. Sie besuchen unsere Einrichtung und lernen so ihre zukünftigen
Schüler in ihrer derzeitigen Umgebung kennen.
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